Geschichte

Ein historisches Bauwerk mit Symbolkraft

Am Ortausgang von Erpel, zwischen Bad Honnef und Linz direkt am Rhein, stehen die rechts-rheinischen Türme der ehemaligen Ludendorff-Brücke, die kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs von den Amerikanern erobert wurde. Massiv und dunkel dominieren die Brückentürme den schmalen Uferstreifen zwischen dem Fels der Erpeler Ley und dem Rhein. Die für das Gebäude verantwortliche Verwaltung der Gemeinde Erpel hat in den vergangenen Jahrzehnten glücklicherweise dafür gesorgt, dass der Verfall des Bauwerks nicht weiter fortschreitet und so ein wahrhaft einzigartiges Bauwerk erhalten, das nach einer dauerhaften Nutzung sucht.

Ein Zeichen von Krieg, Frieden und Freundschaft

Die im Zweiten Weltkrieg als Ruine zurückgelassene Brücke von Remagen gilt als besonderes Zeichen der deutsch-amerikanischen Freundschaft. Denn nach vergeblichen Sprengungsversuchen durch die Deutschen Truppen konnte die Brücke gewaltlos und unblutig von den amerikanischen Truppen im März 1945 eingenommen werden. Die Brücke wurde zu einem strategisch wichtigen Bindeglied für die amerikanischen Truppen. Damit gewann die ehemalige Eisenbahnbrücke letztlich einen hohen Stellenwert im deutschen Friedensprozess mit hohem Symbolgehalt. Durch die Sprengversuche angeschlagen, stürzte die Brücke schließlich am 17. März 1945 ein und steht seitdem als Infernal für die Ambivalenz von Krieg und Frieden in der lieblichen Rheinlandschaft.