Künstler

Andreas Rein

FJK-Mitglied

"Horch, was kommt von draussen rein."

Installation, Mixed Media (Schubkarre, Seil und Blechbüchse), 2009

"Die schwarzen schweren Mauern bekommen ihr Ohr und lauschen auf das, was von draussen reinkommt." - Andreas Rein

Horch, was kommt von draussen rein. Das Kratzen und Rauschen des Draussen, eingefangen und transportiert in einer Schubkarre. Und dann ganz klein gemacht und durch einen dünnen Draht ins Innere der dicken Mauern gebracht.
Senden, Leiten, Hören und Offenbaren. Es lässt das nicht Sichtbare erscheinen. Geräusche werden aus dem Zusammenhang gerissen - ohne zu wissen woher und warum, und wieder zu einem Ganzen neu zusammengesetzt. Die Trutzburg wird geöffnet für das, was draussen stattfindet.
Andreas Rein verbindet die Außen- mit der Innenwelt und lässt den Besucher Teil haben an etwas, das ihm zuvor verborgen blieb. Indem er die Geräusche außerhalb der Türme in das Innere transportiert, wird die Aufmerksamkeit auf etwas nicht Sichtbares, wohl aber Hörbares gelenkt. Es ist die Abstraktion des Tones und des Geräusches, die hier erzeugt wird und dem Besucher neue Impulse der Rezeption bietet.