Künstler

Friedrich Monzel

"Rodenkirchener Brücke"
Köln, 2008
"Mülheimer Brücke"
Köln 2008
"Südbrücke"
Köln 2007
"Brücke von Remagen, Ost"
Erpel 2009
"Brücke von Remagen, West"
Erpel 2009
Dibond-Diaplex, signiert

"Die Brückenfotos wirken wie mit Licht gemalt und sind gekennzeichnet durch das Stilmittel der Bewegungsunschärfe. Die Motive werden durch bewusste Bewegung der Kamera bei relativ langen Belichtungszeiten verfremdet. Die Fotos erinnern an abstrakte Malerei." - Friedrich Monzel

Die Arbeiten Monzels brechen gezielt mit den Sehgewohnheiten des Betrachters und beziehen ihre Spannung aus dem immer wiederkehrenden Stilmittel der Bewegungsunschärfe. Diese Unschärfe der Aufnahme bewegt das Auge: die Fotografie bleibt nicht bloß Dokumentation der Wirklichkeit, sondern wird zum Ausdruck und Eindruck von Stimmungen und Emotionen.
Monzel verwendet digitale Technik, allerdings ausschließlich für den Prozess der Aufnahme. Danach verschärft, vertieft, verändert oder manipuliert er die Farben und Formen nicht mehr am Computer. Er bezeichnet diese Technik als "in situ-Fotografie", frei aus der Hand - ohne Stativ - "erlebte" Bilder, die durch ihre Zufälligkeit und Unperfektion menschlich wirken. Ihre Licht- und Farbeffekte beziehen die Fotografien dabei nicht aus der Bewegung des Gegenstandes, sondern der Kamera.
Die aus der Unschärfe resultierende Abstraktion wird dabei so dosiert, dass die fotografierten Motive noch gerade zu erkennen oder zumindest zu erahnen sind. Friedrich Monzels Fotografien sind Lichtgemälde der unterschiedlichsten Motive, die durch die Klammer der gezielt und gekonnt eingesetzten Bewegungsunschärfe zusammengehalten werden.