Künstler

Herbert Höcky

"Strudel"

Bodeninstallation, Basaltschotter und Holz, weiß gefasst, 2009

Sperren
Drei weiße Skulpturen aus jeweils zwei sich selbst tragenden Elementen vermitteln dem Betrachter die Assoziation zu Sperren. Die Installation will auf ein bewegendes Ereignis unserer Geschichte verweisen: Hier begann im 2. Weltkrieg der Prozess des Anhaltens und Einhaltens, das Ende der Diktatur, der Anfang von Freiheit. Die Installation soll Mut machen, sich gegen jede Gewalt zu sperren. Die leisen Töne in reinem Weiß und die markante und eindeutige Formgebung fordern zur Beendigung von Herrschaft und Willkür auf.
Strudel
Einzelne leicht gekrümmte weiße Elemente liegen scheinbar geordnet, aber auch ungeordnet auf dem Boden und führen zu einem Strudel zusammen. Dazwischen Basaltschotter, wie er typisch ist für diese Umgebung. Die Bewegung eines Strudels beginnt außen leise und scheinbar ungefährlich in harmonischer Schönheit. Aber je näher man sich dem Inneren nähert, desto lauter wird der Strudel, bis er mit seiner ungestümen Kraft und Schnelligkeit alles beherrscht. Wer in einen Strudel gerät - im Rhein, im Meer, im Leben - der kann kaum über sich selbst bestimmen, der Strudel zieht ihn in eine Situation, der er ausgeliefert ist. Angst, Tod und Vernichtung drohen. Dennoch: Hinter der leisen Schönheit und Leichtigkeit verschwindet das laute Entsetzen einer Gefahr.